"As the world faces recession, climate change, inequity and more, Tim Jackson delivers a piercing challenge to established economic principles, explaining how we might stop feeding the crises and start investing in our future." (TED)
An einem heißen und stickigen Tag verließ ich den Münchener Hauptbahnhof auf Gleis sechzehn in einem Eurocity. Niemand bachte mich zum Zug, niemandem hatte ich Bescheid gesagt, nicht einmal Frau Schuster, meiner Nachbarin in der Deisenhofener Straße, die zwar wusste, dass ich ausziehen wollte, aber nicht, dass ich seit drei Tagen in einer leeren Wohnung hauste, nachdem meine wenigen Möbel abgeholt und in den Wertstoffhof gebracht worden waren. Von meinen Büchern behielt ich ausschließlich die dreibändige Taschenbuchausgabe der van-Gogh-Briefe und einen Band mit Hölderlin- und einen mit Rilke-Gedichten, den Rest verschenkte ich an die Giesinger Stadtbibliothek. Mit dem Geld, was sich im Lauf der Jahre zwecklos auf meinem Konto angesammelt hatte, würde ich vier bis fünf Jahre leben können, falls ich den Ort, den ich mir ausgesucht hatte, nicht verlassen musste.
Ich verließ München, um in einer anderen Stadt zu unterzutauchen, ohne zu wissen, was mich erwartete und ob ich nicht bloß ein Wegewechsler war wie so viele, denen ich während meiner Tätigkeit bei der Vermisstenstelle begegnet war, Männer, die die eine Seite der Straße gegen die andere in der aberwitzigen Vorstellung eintauschten, sie kämen von nun an aufrechter und atemvoller voran und sähen ein Ziel am Horizont blinken, einen den Existenzkeller für alle Zukunft erhellenden Stern. Sie rannten, diese Leute, und sie riefen einen neuen Namen, und ihr Schatten schleppte sich keuchend hinter ihnen her, und wenn sie rasteten und weinten vor eingebildetem Glück, schlürfte der Schatten geduldig die Tränen vom Asphalt.
Friedrich Ani: Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel
Eines Tages jedoch nahm Sir Darius seine Halbbrille ab, schlug mit der Faust auf den Tisch und rief: "Es ist nicht genug!" Erschrocken blickte William Methwold von seinen Büchern auf.
"Ja", sagte Sir Darius. "Was ist mit allem, was sich außerhalb der Mauern, über dem Gewimmel, unterhalb des Wahrnehmungsfeldes befindet... Was ist mit denen, die anders sind? Verdammt!" -
"Ich weiss nicht, was Sie meinen." William Methwold verstand gar nichts mehr.
"Was ist mit den Menschen, die nicht dazugehören?" -
"Wo? Wo dazugehören?" -
"Nirgendwo. Zu gar nichts, zu niemandem... Kometen, die durch den Weltraum reisen, frei von jeglicher Schwerkraft." -
"Wenn es derartige Menschen gibt", gab Methwold zurück, sind die dann nicht , nun ja, rarae aves? Äußerst selten?..Sind sie nicht, nun ja, so etwas wie Makulatur und all der andere Müll, den wir in den Abfalleimer werfen? Sind sie nicht schlicht und einfach überflüssig? Unerwünschte Trittbrettfahrer? Streichen wir sie nicht einfach von der Liste? Schneiden sie? Werfen sie aus dem Club?"
Aber Sir Darius hörte nicht zu. Er stand am großen Fenster der Bibliothek und blickte auf das Arabische Meer hinaus.
"Die einzigen Menschen, die das gesamte Bild sehen", sagte er leise, " sind jene, die aus dem Rahmen treten."
What do you think an artist is? An imbecile who has only eyes, if he is a painter, or ears if he is a musician, or a lyre in every chamber of his heart if he is a poet, or even, if he is a boxer, just his muscles?
Far from it: at the same time, he is also a political being, constantly aware of the heartbreaking, passionate, or delightful things that happen in the world, shaping himself completely in their image.
How could it be possible to feel no interest in other people, and with a cool indifference to detach yourself from the very life which they bring to you so abundantly?
No, painting is not done to decorate apartments! It is an instrument of war!
Katharina setzt sich hinters Steuer und verbindet die beiden Kabel. „Dort, wo ich herkomme, fuhr man viel zu viel Bus“, sagt sie, der Motor springt an, Katharina lässt ihn ein paar mal aufheulen, und dann fahren wir los. „Merci beaucoup“, ruft sie und winkt dem Haus von Madame La Pipe. „Auf Wiedersehen“, rufe ich und winke auch, bis es außer Sichtweite ist und ich mich umdrehe, um noch ein letztes Mal das Meer zu sehen. Die Nacht schwärzt alles ein, nur manchmal blitzt in der Ferne etwas Helles auf, das Gischt sein könnte, aber ganz sicher bin ich mir dabei nicht. Am Kreisverkehr fahren wir links, „Toutes Directions“ - „Alle Richtungen“, das genügt erst einmal…
Während unserer ersten Rast beginnt es zu dämmern. Wir trinken im Tankstellenshop einen Kaffee, er ist stark und süß, der Zucker hinterlässt eine klebrige Masse, die ich in kleinen Portionen mit dem Umrührstäbchen herauskratze. Durch die große Scheibe, vor der wir an einer Theke lehnen, schaue ich auf die Zapfsäulen im heller werdenden Grau… In der Scheibe spiegeln wir uns noch schwach, Konrad ganz links, Katharina in der Mitte und ich rechts von ihr, dahinter die Zapfsäulen, die Straße, ein Feld, das Auge reicht weiter.
“Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.”
Ben-Shahar : Schon als Kind hören wir: Ohne Fleiß kein Preis. Wir verlagern die Belohnung für unsere Arbeit – das Glück – in die Zukunft. Viele Studenten arbeiten fünf Jahre auf ihren Abschluss hin, und wenn sie fertig sind, geht es so weiter: noch mal fünf Jahre, um sich im Beruf zu etablieren. Dann noch mal fünf Jahre, um sich auf einen Chefposten hochzuarbeiten. Plötzlich sind sie 50. Und merken, dass sie viele Jahre verschenkt haben, in denen sie glücklicher hätten sein können. Ich bin nicht dagegen, dass man mal für eine Weile hart arbeitet. Aber wir müssen Bereiche finden, die unsere harte Arbeit wert sind, die uns etwas bedeuten.
Entrepreneurs make their own business cards. They are the ones who are willing to build the ladder below them, as opposed to waiting to someone to put the ladder up in front of them.
You need to be able to take risks to do things you haven't done before to take on problems that no one knows the answer to: get out of the comfort zone, jump off of perfectly good cliffs.